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Aktuell am Remigianum

Projekttag Fair Future

Dem "Ökologischen Fußabdruck" auf der Spur

27Nov14FairFuture1  A

Erwartungsvoll, neugierig und vielleicht auch ein wenig unsicher versammelten sich am frühen Morgen des 27. November rund 400 Schüler/innen des 8. Jahrgangs und der EP in der Aula.
Referent Benjamin Kühne begrüßte das große Auditorium und stellte zunächst einmal die Partner und Sponsoren des Projekts vor.
Danach ging es zügig an das eigentliche Thema: Die Bewusstwerdung dessen, was eigentlich „Ökologischer Fußabdruck" bedeutet und was jeder Einzelne dazu beitragen kann, diesen möglichst klein und bescheiden zu halten bzw. zu verringern.

Kühne begann mit einer Defintion: Der Ökologische Fußabdruck gibt die27Nov14FairFuture3  A Fläche an, die notwendig ist, um einen bestimmten Lebensstil zu realisieren.
Es folgte eine Übersicht über die Entwicklung der Weltbevölkerung von 1800 bis heute (von 1 Mrd. auf heute 7,2 Mrd. Menschen). Dass damit eine explosionsartiger Ressourcenverbrauch der Güter der Erde einhergeht, war wohl jedem schlagartig klar.
Aufgrund einer kleinen Zahlenspielerei am Beispiel der Geburtsmonate aller in der Aula befindlichen Schüler/innen wurde verdeutlicht, dass 25% der Weltbevölkerung 75% aller Ressourcen verbrauchen, was im Umkehrschluss bedeutet: Drei Viertel der Weltbevölkerung hat nur ein Viertel der Ressourcen zu Verfügung.
Derzeit geht man von einer Nutzfläche unseres Planeten Erde von 12 Mrd. Hektar aus. Bei 7,2 Mrd. Menschen stehen nach dieser Berechnung jedem Menschen gerechterweise 1,4 Hektar Nutzfläche zu.
27Nov14FairFuture2  AWir in der reichen Welt überschreiten dieses Maß allerdings bei Weitem, verbraucht jeder von uns doch 4,6 Hektar, was der Größe von 6 Fußballfeldern entspricht. Würde dies jedem Menschen zugestanden, bräuchte man drei Planeten Erde – aber wir haben nur diese eine!
Kühne nannte dann noch ein weiteres Stichwort: „Earth Overshoot Day", frei übersetzt: Ressourcen-Überschreitungstag. D.h.: Für jedes Jahr wird der Tag im Jahr berechnet, an dem die natürlich nachwachsenden Ressourcen der Erde verbraucht sind. In diesem Jahr 2014 war dies der 19. August, was bedeutet: Seit dem 19. August 2014 leben wir eigentlich über unsere Verhältnisse, sozusagen auf Pump.
Es folgte ein Film mit einer Vielzahl dramatischer Informationen, z.B. über den ökologischen Gesamtzustand unserer Welt, die Ursachen des Hungers als Folge diffiziler und fundamental ungerechter Globalisierung, die inhumanen Arbeitsbedingungen in vielen Ländern oder die Folgen des Klimawandels insbesondere für die armen Länder und Regionen dieser Erde.

Nach der Pause übernahm Referentin Britta Siepmann die Regie.
Schwerpunkt dieses zweiten Teils war die gemeinsame Reflexion mit den Schüler/innen, wie man ohne große Anlaufzeit das Konsumverhalten ändern könnte. Anregungen dazu lieferten ein persönlicher Erfahrungsbericht der Referentin aus Simbabwe sowie ein kleines Kaleisdoskop diverser Kurzfilme, in denen auf teils satirische Weise (Film „geoprofit") das absurde Konsumverhalten von Menschen hierzulande vorgeführt wurde. In 27Nov14FairFuture5  AKommunikation mit der Referentin sowie untereinander entwickelten die Schüler/innen spontane Ideen, wie man seinen Konsum bewusster und nachhaltiger steuern kann. Ganz oben stand dabei die deutliche Reduktion von Fleischkonsum, aber auch der verstärke Kauf von Fair-Handelsprodukten sowie ein sparsamerer Umgang mit Energie.

Zweiter Tag: 28.11.2014

Schwerpunkt des ersten Teils des heutigen Projekttags war eine Art Vergewisserung: „Mein Konsumverhalten in Bezug auf Kleidung".
Im Verlauf des Gesprächs wurde schnell klar, dass ein Zusammenhang besteht zwischen dem Kauf von Billigprodukten und menschenunwürdigen Lohn- und Arbeitsbedingungen in den Produktionsländern insbesondere in Asien. Bei einer Blitzumfrage stellte sich heraus, dass sehr viele der in der Aula befindlichen Schüler/innen 30 (Billig-)T-Shirts oder mehr zu Hause haben.
Unter dem Stichwort „Aktiv-Sein" ging es anschließend darum, Ideen zu entwickeln und Perspektiven aufzuzeigen, wie man sein Konsumverhalten ändern kann. So berichtete B. Siepmann von der Möglichkeit, Kleidertauschpartys zu besuchen oder regte auch die Anschaffung einer Nähmaschine an, damit leicht schadhafte Kleidung wieder in Stand gesetzt werden kann und nicht sofort weggeworfen wird.
Mit Hilfe von Kurzfilmen und entsprechenden Erläuterungen wurde auf verschiedene Aktionsformen aufmerksam gemacht: Demos, Flashmob, Interviews, alternative, energiebewusste Freizeitgestaltung etc.

Nach der Pause ging es im zweiten Teil des Morgens in die Gruppenarbeits-Phase für beide Jahrgänge.
Und es war teilweise wirklich beeindruckend, was die Schüler/innen in der relativen Kürze der Zeit erarbeiteten.
So dichtete eine Gruppe der EP den Song „Apologize" von OneRepublic auf das Thema der Projekttage um: „Rettet die Welt vorm Tod" - „It´s never too late, save the world, it´s never too late".
Andere Gruppen präsentierten einen Flashmob, ein Gedicht zur Rettung des Klimas oder Postkarten mit Tipps zur Rettung der Welt.
Auch im 8. Jahrgang wurden aussagekräftige Plakate, Gedichte oder auch ein Rollenspiel erarbeitet.
So lauten etwa zwei Strophen aus einem Gedicht von Mick Stegger aus der 8a:

Wir hinterlassen, egal ob es dir gefällt,
einen Schatten bei allem, was wir tun.
Doch auch Andere leben auf dieser Welt,
die ebenfalls nicht ruhn.

Wie eine Narbe brennt es sich ein,
unser Fehlverhalten.
Doch so darf es nicht sein,
eine gute Welt wolln wir erhalten.

Nach zwei intensiven Tagen bleibt zu hoffen, dass
viele Schüler/innen Anstöße erhalten haben, wie man alternativ leben, seinen Ökologischen Fußabdruck verkleinern und darüber mit Anderen im Gespräch bleiben kann.

                                                        Martin Freytag, November 2014

 

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