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Gegen das Vergessen

Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz und Krakau

Foto Auschwitz 1Am Sonntagabend, dem 18.06.2017, begannen wir, 30 Schüler und Schülerinnen der Einführungsphase unseres Gymnasiums, unsere Gedenkstättenfahrt nach Oświęcim (Auschwitz) und Krakau.
Schon Monate im Voraus waren wir durch die begleitenden Lehrer, Herrn Terliesner und Frau Pöpping, in einer AG auf die Fahrt vorbereitet worden, um die Dinge, die wir dort sehen würden, besser einordnen und verarbeiten zu können.

Am Morgen des 19.06.2017 hatten wir die Kleinstadt Oświęcim nach langer Busfahrt schließlich erreicht und bekamen dort eine Führung durch Auschwitz 1, das Stammlager. Unser Guide führte uns durch viele Baracken, in denen zum Beispiel Fotos und Gegenstände der Opfer gezeigt wurden. Er konnte uns viele Geschichten erzählen, die uns halfen, sich der damaligen Situation von einzelnen Häftlingen bewusst zu werden. Beim Betrachten der vielen ausgestellten Koffer, die allesamt von den Opfern selbst vor der Abfahrt nach Auschwitz mit ihren Namen beschriftet worden waren, weil sie sie angeblich dort wieder erhalten sollten, wurden uns die vielen Einzelschicksale bewusst. Am beeindruckendsten war es allerdings, das Krematorium zu sehen, in dem bis zu 800 Leichen täglich verbrannt werden konnten, obwohl es das kleinste Krematorium von ganz Auschwitz war.


Auschwitz-Birkenau, welches wir am nächsten Tag besuchten, war weniger wie ein Museum aufgebaut, zeigte aber zum Beispiel durch rekonstruierte, aber auch durch originale Baracken, das reale Leben der Häftlinge. In einer Holzbaracke hausten Hunderte von Menschen unter unwürdigen Bedingungen. Auch der Anblick der sogenannten Sanitärbaracken war schockierend. Die Fläche von Birkenau war ungefähr 25 Mal größer als die des Stammlagers, somit war Auschwitz-Birkenau auch das größte Vernichtungslager. Auch wenn nicht mehr alle Baracken standen, waren dennoch ihre Ruinen zu sehen. Diese zu überblicken war unmöglich. Das Gesehene und die Erfahrungen ließen die zuvor im Schulbuch gelesenen Zahlen real werden. An einem Teich, in dem die Asche vieler Opfer ‚beerdigt‘ wurde, legten wir nach jüdischem Brauch Kieselsteine auf die dort befindlichen Gedenksteine.

Am selben Nachmittag hatten wir die leider nur noch seltene Möglichkeit, mit einem Zeitzeugen zu sprechen, der als polnischer Häftling von 1943 bis kurz vor der Befreiung von Auschwitz (27.01.1945) in Birkenau war. Er erzählte uns von seinem alltäglichen Leben in Auschwitz und auch von vielen Dingen, die wir vorher noch nie gehört hatten. So mussten Häftlinge manchmal, um Neuankömmlinge sofort nach ihrer Ankunft an der Eisenbahnrampe zu täuschen und fälschlicherweise zu beruhigen, Fußball spielen. Wir hatten auch die Möglichkeit Fragen zu stellen. So erfuhren wir, dass das Schlimmste für ihn in Auschwitz der Hunger und eine Krankheit waren, die er nur knapp überstand, weil Medikamente in Auschwitz sehr selten waren. Unser Gespräch verdeutlichte noch einmal, dass alle der unzähligen Opfer individuelle Menschen waren; jeder mit einem eigenem Leben und einer eigenen Geschichte. Es macht die in Auschwitz gesehenen Dinge rückwirkend noch bedrückender.

Am dritten und letzten Tag in Oświęcim bekamen wir eine Führung durch die Stadt, bei der wir viel über die Stadtgeschichte erfuhren, aber auch über die Geschichte des Judentums in Oświęcim, als wir ein jüdisches Museum mitsamt Synagoge besuchten. Dann fuhren wir nach Krakau und besuchten dort das Museum in Oskar Schindlers Fabrik. Dort erfuhren wir viel über Krakau während der Zeit des Nationalsozialismus und natürlich über Oskar Schindler und wie er hunderte Leben rettete. Durch eine Stadtrallye an unserem vierten Tag lernten wir, mit Hilfe einer Karte und in Gruppen, die Stadt auf eigene Faust kennen. Nachmittags besuchten wir das jüdische Viertel, das mittlerweile auch zum Treffpunkt für Künstler und Studenten wurde.
Vor unserer Abfahrt am letztem Tag bekamen wir eine Führung im historischem Museum unter den bekannten Tuchhallen von Krakau.

Außerhalb des geplanten Programms konnten wir uns in Gruppen frei in Krakau bewegen. Wir nutzen diese Zeit zum Probieren traditioneller Gerichte, besichtigten Kirchen und schlossen sogar Freundschaften mit Einwohnern. Alles in allem war es eine bewegende Fahrt, die uns noch lange im Gedächtnis bleiben wird.


Ella Stephan, Nikola Zalomska

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