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Aktuell am Remigianum

Missio-Truck am Gymnasium

Schüler erleben, was es heißt, auf der Flucht zu sein

Missio-Truck 2Die Zeit drängt. Schüsse peitschen durch das Kirchenfenster. Wer sein Leben retten möchte, muss jetzt fliehen. Aber was soll ins Gepäck? Zeugnisse oder Lebensmittel? Kleidung oder ein Adressbuch mit wichtigen Kontakten? Viel Zeit zum Überlegen bleibt nicht, die Uhr tickt unerbittlich herunter....

So begann der Einstieg in den Missio–Truck, den Schülerinnen und Schüler unseres Gymnasiums in der vergangenen Woche besuchten. Alle 9. Klassen sowie ein Kurs der Einführungsphase hatten jeweils eine Doppelstunde Zeit sich in das Schicksal einzelner Personen aus dem Kongo, die sich auf eine gefährliche und unsichere Flucht begeben müssen, hineinzuversetzen. Die Szenerie innerhalb des umgebauten Trucks wirkte so lebendig, dass die Schüler innerhalb von Minuten vergaßen, dass sie im sogenannten Flucht-Truck des internationalen katholischen Hilfswerks ‚missio' sind, der gerade durch das Bistum Münster tourt und zwei Tage Station an unserer Schule machte.

In ihm bekamen sie 20 Minuten lang eine Ahnung davon, wie es sich anfühlt, ein Flüchtling zu sein. Vor dem Betreten des Trucks durften sie sich bereits für eine Person entscheiden, dessen Identität sie für diese Zeit annehmen wollten. Mit diesem Namen wurden sie dann in jedem Raum angesprochen und erlebten in Audio- und Videosequenzen eine riskante Flucht durch die Republik Kongo.

Missio-Truck 3Nach Verlassen des Trucks zeigten sich die Schülerinnen und Schüler offensichtlich beeindruckt von dem, was sie in den vorangegangenen Minuten erlebt hatten. „Das war echt gut gemacht und fühlte sich alles so echt an." „Jetzt können wir uns viel besser in die Flüchtlinge und ihre Situation hineinversetzen."

Dass es bei dem Missio-Truck, der bereits seit 2012 in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterwegs ist, um Flüchtlingsströme innerhalb Afrikas geht, geriet angesichts der aktuellen Situation fast zur Nebensache. In einer pädagogischen Unterrichtseinheit mit zwei pädagogischen Begleitern des Trucks wurden die Eindrücke und Erlebnisse aufgearbeitet und weiteres Hintergrundwissen vermittelt. Die Schülerinnen und Schüler erhielten Informationen über aktuelle Flüchtlingsströme und die Ursachen für Flucht und erfuhren, dass Menschen aus der Demokratischen Republik Kongo vor allem flüchten, weil es erbitterte Kämpfe um den Bodenschatz Coltan gibt, den Konzerne für die Handyproduktion brauchen.

Insgesamt war die Aktion ‚Missio- Truck ein voller Erfolg, bei dem es weniger um das Vermitteln von Fakten ging, sondern vor allem die Empathie-Ebene angesprochen wurde.

Missio-Truck 1An den Nachmittagen hatten weitere interessierte Schüler und Lehrer Gelegenheit, den Truck zu besuchen. In Zusammenhang mit der Aktion wurden außerdem alte Handys gesammelt, die recycelt werden. Der Erlös wird einem sozialen Zweck zugeführt.

Norbert Terliesner

Partner des Gymnasium Remigianum

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