Gruppenfoto in MünsterBereits zum dritten Mal durften die Schülerinnen und Schüler der EP, die Niederländisch als fortgeführte Fremdsprache am Remigianum belegen, ihre Gäste der neuen Partnerschule De Grundel Lyceum aus Hengelo im vergangenen Monat in Borken willkommen heißen. Bei einem einladenden Snackbuffet und verschiedensten Kennenlernspielen wurde die erste Nervosität schnell vergessen und der Grundstein für eine erfolgreiche Woche im interkulturellen Austausch gelegt. Ausgehend von einer komplexen Lernaufgabe, die bereits vorab von der Fachlehrerin Anne Kürpick im Unterricht des EP-Kurses vorbereitet wurde, lehnte sich der Austausch an das Thema „Chancen und Gefahren von (neuen sozialen) Medien“ an. Demnach setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen Formen von Medien auseinander, indem sie zum einen neue Formate kennenlernten und zum anderen bekannte Formate aus einer anderen Perspektive betrachteten und ihren Umgang mit Medien reflektierten.

Nach einem „gezellig filmavondje“ in Borken zum medienkritischen Film The Circle, ging es am Mittwoch für die Schülerinnen und Schüler nach Münster. Im Stadtmuseum Münster machten sie sich auf Entdeckungstour mit der Frage, inwiefern sich die damaligen Medien in ihrer Art und Auswirkung zu den heutigen unterscheiden. Bei strahlendem Sonnenschein erkundigten die Schülerinnen und Schüler die Stadt des westfälischen Friedens, immer mit dabei das Smartphone und die Fragen: „Wie häufig nutzen du und andere aus dem Kurs während des Austauschprogramms (heimlich/ aus Versehen) das Smartphone? Wofür und aus welchem Grund nutzt du es? Wie fühlt es sich an wenn andere es nutzen, während du keins hast?“ Dass das Smartphone mit Apps wie WhatsApp und GoogleMaps in einer fremden Stadt durchaus hilfreich ist, zeigte sich als alle pünktlich am Wolfgang-Borchert-Theater ankamen und die Vorstellung Tschick als eine weniger alltägliche Form von Medien genossen.

Beim Filmdreh in MarlAm Donnerstag wurde das Thema „Medien“ im Ausbildungsfernsehen Marl ganz praktisch angegangen. Dorthin waren die Schülerinnen und Schüler gereist, um eigene Kurzfilme zu erstellen, und das unter professionellen Bedingungen, denn in Marl werden auch Filmbeiträge für das öffentlich-rechtliche Fernsehen erstellt. In Anlehnung an das Austauschthema „Chancen und Gefahren von (neuen sozialen) Medien“ brachten die Schülerinnen und Schüler drei zuvor entwickelte Filmideen und Drehbücher mit. Nach einer kurzen Einführung wurde schnell deutlich, dass es ein sehr ehrgeiziges Ziel war, an nur einem Tag die Dreharbeiten, den Filmschnitt und die Nachbearbeitung für die drei Filme zu leisten. Doch die Remigianer und ihre niederländischen Gäste legten sich mit tatkräftiger Unterstützung der Marler MitarbeiterInnen mächtig ins Zeug und schafften es dieses Ziel zu erreichen. Nachdem die Aufnahmen für alle drei Filme im Kasten waren, ging es nach einer Mittagspause an den Filmschnitt. Unter Einbezug eines professionellen Schnittprogramms überließen die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Ausbildungsfernsehens Marl so viel wie möglich den Schülerinnen und Schülern selbst. So konnten sie, nachdem auch die Nacharbeiten (Gestalten der Übergänge, Unterlegen mit Musik, Abspann) abgeschlossen waren, ihre eigenen Produkte bestaunen, bevor es wieder zurück nach Borken ging.

Am nächsten Morgen gab es reichlich Applaus für die drei Kurzfilme – und alle Beteiligten waren stolz auf diese Andenken von einem überaus gelungenen Schüleraustausch mit den Niederlanden. Schließlich hieß es dann nach einer kurzen Hospitationsphase im Unterricht der Remigianer und einem typisch deutschen Mittagessen in den Gastfamilien auch schon „Tot ziens in Hengelo“. Die herzliche Verabschiedung und Fragen wie „Können die Niederländer nicht noch über das ganze Wochenende hier bleiben?“ machten deutlich: Der Austausch war ein voller Erfolg und die SchülerInnen und Lehrkräfte freuen sich auf den Gegenbesuch in Hengelo, der für Juni geplant ist.
Anne Kürpick

 

 

Beim Ausbildungsfernsehen MarlBeim FilmworkshopGruppenfoto in der SchuleIm Jugendhaus

 

MINT-EC, Verein mathematisch-naturwissenschaftlicher Schulen in Deutschland

Partner des Gymnasium Remigianum

 

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können Weitere Informationen zum Datenschutz, Verwendung und Löschen der Cookies finden Sie hier Datenschutzerklärung.

Ich akzeptiere Cookies von dieser Seite