Schülerakademie Mathematik am Remigianum

SAMMS 11Am 14. und 15. Februar war das Gymnasium Remigianum erneut Veranstaltungsort der in Zusammenarbeit mit der Bezirksregierung Münster initiierten Schülerakademie „SAMMS-extern“.

Sechstklässlerinnen und Sechstklässler vieler weiterführender Schulen des Kreises Borken nahmen daran teil. Die beinahe 40 Jugendlichen befassten sich in fünf Projekten unter der Anleitung von jeweils zwei Lehrerinnen oder Lehrern mit verschiedenen Aspekten der Mathematik, welche auch für manchen Oberstufenschüler durchaus herausfordernd sind. In kleinen Gruppen von jeweils nur 6-9 Personen untersuchten sie dabei unterschiedliche Themenschwerpunkte. So ging es um platonische und archimedische Körper, deren Besonderheit ihre regelmäßige geometrische Struktur ist. Die Schülerinnen und Schüler studierten ihre Eigenschaften und konstruierten verschiedene Modelle. Sie erkannten dabei mathematische Gesetzmäßigkeiten wie den Eulerschen Polyedersatz oder die Dualität von Oktaeder und Hexaeder.

Ein weiterer Aspekt waren Verschlüsselungen, die ja heutzutage eine wichtige Rolle im globalen elektronischen Datenverkehr spielen. Die Arbeitsgruppe befasste sich mit klassischen Methoden wie der Cäsar-Verschlüsselung und lernte auch die ausgetüftelte Enigma-Maschine kennen, deren Entschlüsselung sich seinerzeit als außerordentlich schwierig erwiesen hatte.

Beim Projekt 3D-Druck entwarfen die Schülerinnen und Schüler verschiedene räumliche Objekte wie Schneemänner oder bauten Häuser und Schlösser zunächst am Computer nach. Dabei lernten sie nicht nur den mathematischen Umgang mit geometrischen Formen und das grafische Programmieren kennen, sondern konnten auch selbstgestaltete Produkte ausdrucken und mit nach Hause nehmen.

An welchem Wochentag fiel die Mauer? Auf Zuruf konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Projektes Mathe-Magie den Wochentag eines beliebigen Datums berechnen. So berechneten sie für eine Zuschauerin auch das Datum ihrer Geburt nach einer kurzen Rechnung, wobei sie ihr Vorgehen erklärten. Auch mit magischen Quadraten und Zahlenrätseln kannten sie sich nach zwei intensiven Tagen bestens aus.

Dass auch Gesellschaftsspiele einiges an Mathematik beinhalten, zeigte sich in der Arbeitsgruppe Spielstrategien. So stellte sich heraus, dass beim Monopoly manchmal eine anscheinend preiswerte Straße doch mehr Gewinn abwerfen kann als eine teuer erscheinende. Beim Spiel Heiße Reifen fand man heraus, dass es doch nicht ganz so fair war, wie in der Anleitung behauptet, und lernte quasi nebenbei noch Wahrscheinlichkeitsrechnung, die zur Lösung einer Aufgabe aus der Zentralklausur der 10. Klasse befähigt.

So waren es zwei kurzweilige, aber auch durchaus anstrengende Tage, an deren Ende die Schülerinnen und Schüler zufrieden ihre Urkunden entgegennahmen und die Heimreise nach Bocholt, Stadtlohn, Gronau und Vreden antraten.

Medienscouts

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