Konzept zur individuellen Förderung

Zielfelder des Schulprogramms, Bausteine schulischer, individueller Förderung

Konzept zur individuellen Förderung am Gymnasium Remigianum

1. Aussagen zum Schulprogramm

Zielfelder des Schulprogramms im Bereich der individuellen Förderung sind u. a.:

  • Fördern durch Lernen lernen, Teilnahme an Wettbewerben, Begabtenförderung (Überspringen, Drehtürmodell, Studiengang), Arbeitsgemeinschaften, Beratung bei Nichtversetzung, konkrete Lernempfehlungen.
  • Unterrichten durch ein umfangreiches Fächerangebot im Bereich der Fremdsprachen (Englisch, Latein, Französisch, Niederländisch, Spanisch), Naturwissenschaften (MINT-Schule) und der ökonomischen Bildung u.a. durch Kooperation mit regionalen Betrieben. Vielfalt und Kontinuität des Fächerangebots führen auch großen Wahlmöglichkeit bezüglich der Leistungskurse (D, E, F, NL, GE, EK, PA, SW, M, PH, CH, BI). Außerdem findet eine Öffnung des Unterrichts durch die Einrichtung einer Bläserklasse in den Jahrgangsstufen 5 und 6, Lernen lernen, Projektunterricht, fachbezogene Exkursionen, Einladung von außerschulischen Experten und Berufspraktika statt.
  • Erziehen durch das Lions-Quest-Programm zur Förderung von Selbstbewusstsein und Teamfähigkeit, Stärkung von Eigenverantwortung durch Übernahme von Aufgaben im alltäglichen Schulleben, z.B. Klassenpatenschaften, Schulsanitätsdienst etc., Festigung der Klassen- und Schulgemeinschaft durch außerunterrichtliche Schulveranstaltungen wie beispielsweise Sportfeste, Wandertage etc.

Daraus leiten die verschiedenen Bausteine schulischer, individueller Förderung ab.

2. Bausteine schulischer, individueller Förderung

Zu Beginn des Schuljahres 2009/10 wurde die Arbeitsgruppe „Individuelle Förderung“ gegründet, deren Ziel darin bestand, zunächst die vorhandenen Maßnahmen zur äußeren und inneren Differenzierung zu systematisieren und stärker aufeinander abzustimmen.
Anschließend wurden Desiderate der individuellen Förderung mit verschiedenen Fachschaften angesprochen und im Rahmen einer schulinternen Fortbildung stellten Fachkollegen aus unterschiedlichen Fachbereichen methodische Konzepte zur individuellen Förderung im Unterricht vor.
Zur Förderung des selbstständigen Lernens, des Austausches zwischen den Fachkollegen sowie zur Unterstützung der Kommunikation der Schulgemeinde haben außerdem 13 Kolleginnen und Kollegen an einer zweitägigen Fortbildung zur Nutzung und Administration der Lernplattform „Moodle“ teilgenommen. Dabei wurden 5 Lehrer zu Administratoren (Hop, S, Fnk, Pli, Fr) sowie 8 Lehrerinnen und Lehrer aus unterschiedlichen Fachschaften zu Moderatoren (Sr, Föl, Kr, Nd, Rrs, Mer, Kg, Lm) ausgebildet. Diese sollen dabei einzelne Kolleginnen und Kollegen sowie einzelne Fachschaften im Umgang mit der Lernplattform „Moodle“ schulen. Dadurch soll per Schnellball-Prinzip das gesamte Kollegium fortgebildet werden.

Orientiert am „Die Initiative ‚Gütesiegel individuelle Förderung’ - Ein Leitfaden für Schulen“ des Ministeriums für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen unterscheiden wir folgende Module individueller Förderung:

  • Grundlagen schaffen/Beobachtungskompetenz stärken: In diesem Bereich werden grundlegende Qualifikationen (Sprachkompetenzen, Lernkompetenzen etc.) sowie Verfahren und Instrumente zur Diagnostik aufgeführt.
  • mit Vielfalt umgehen/Stärken stärken: In diesem Bereich werden Maßnahmen zur inneren und äußeren Differenzierung sowie Formen der Lernbegleitung und Beratung dargestellt.
  • Übergänge begleiten, Lernbiografien bruchlos gestalten: Unter diesem Punkt werden Maßnahmen genannt, die an Schnittstellen im Schulsystem durchgeführt werden. Sie sollen die Schülerinnen und Schüler auf Schul- und Schulformwechsel bzw. Wechsel ins Studium oder Berufsleben vorbereiten und dabei begleiten.
  • Wirksamkeit prüfen, Förderung über Strukturen sichern: Hier werden Maßnahmen aufgeführt, die die Wirksamkeit von Fördermaßnahmen anzeigen und dokumentieren.

a) Grundlagen schaffen/Beobachtungskompetenz stärken

  • Lernentwicklungsgespräche mit Kindern und Eltern (vgl. Konzept zur individuellen Förderung in der Erprobungsstufe)
  • Koordination des Methodenlernens (vgl. Methodenkonzept), Festlegung in einem Curriculum (z. B. Lernen lernen in 5.1, vgl. Anlage 1 und Elternevaluation zu Lernen lernen)
  • systematische Auswertung von Lernstandserhebungen, den zentralen Abschlussprüfungen, Klassenarbeiten, Parallelarbeiten
  • Austausch von Unterrichtsmaterialien, Klassenarbeiten, Selbsteinschätzungstest u. a. über „Moodle“ (vgl. http://moodle.remigianum.borken.de/moodle)
  • standardisierte Rechtschreibtests zu Beginn der Klasse 5 (vgl. Konzept zur individuellen Förderung in der Erprobungsstufe)
  • Förderkonzepte Lese- und Rechtschreibkompetenz (vgl. Konzept zur Förderung der Lese- und Rechtschreibkompetenz)

b) Mit Vielfalt umgehen/Stärken stärken

  • individuelle Förderung durch Binnendifferenzierung und kooperative Lernformen im Unterricht (vgl. u. a. Anlage 2.1-2.14)
  • Projektunterricht in Klasse 5 (vgl. Konzept zur individuellen Förderung in der Erprobungsstufe)
  • vielfältiges Angebot individueller Bildungsgänge: Bläserklasse (vgl. Konzept zur individuellen Förderung in der Erprobungsstufe), zahlreiche AG’s (vgl. Anlage 3 ), spezielle Kurse (vgl. Anlage 3), begleitetes Überspringen, Drehtürmodell (vgl. Anlage 4)
  • Bildung geschlechtshomogener Lerngruppen: Sport in Klasse 8 und 9 (vgl. Konzept zur Förderung des Selbstbewusstseins der SuS), Mädchen-Jungen-Tage im Rahmen der Projekttage der Klasse 8 (vgl. Konzept zur Förderung des Selbstbewusstseins der SuS)
  • Wettbewerbe (z. B. in Biologie, Mathematik, Geschichte, Deutsch) (vgl. Anlage 5 und Konzept zu Schülerwettbewerben)
  • Hausaufgabenbetreuung – allgemein: Montag bis Donnerstag, fächerspezifisch für Französisch, Latein, Mathematik und Englisch: an speziellen Tagen (vgl. Anlage 3)
  • individuelle Facharbeitsbetreuung
  • Schülerförderung durch das Projekt „Schüler helfen Schülern“ (vgl. Anlage 6)
  • Vermittlung von Nachhilfe nach individueller Absprache mit der Schülervertretung
  • Förderkurse LRS, Englisch, Mathematik, Deutsch auf verschiedenen Niveaus für Klasse 5.2 bis 6.2 (vgl. Anlage 3)
  • Beratung für Schüler mit Lerndefiziten – Begleitung von Wiederholern (vgl. Anlage 7)
  • Beratung von Schülern mit besonderer Begabung oder Verhaltensauffälligkeiten (vgl. Konzept zur Förderung besonderer Begabung)
  • Maßnahmen zur Sprach- und Leseförderung (vgl. Konzept zur Sprach- und Leseförderung)
  • breites Fächerangebot im Wahlpflichtbereich (vgl. Stundentafel)
  • Projektkurse in der Oberstufe (vgl. Anlage 8)
  • Vertiefungskurse in der Einführungsphase der Oberstufe in Deutsch, Mathematik und Englisch (vgl. Anlage 9)
  • Begleitung beim Erwerb von Zusatzqualifikationen bzw. bei der Teilnahme an Wettbewerben und internationalen Begegnungen wie z.B. DELF (vgl. Anlage 10), Science on Stage (vgl. Anlage 11), Polis (vgl. Anlage 12), Wettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung (vgl. Anlage 13)
  • Schüleraustausch mit den Niederlanden: mit Assen in der Einführungsphase und mit Winterswijk in der Klasse 8/9) (vgl. Konzept zum Schüleraustausch mit den Niederlanden)
  • Schulbesuch im Ausland / Schüleraustausch (vgl. Anlage 14)
  • Beratung und Betreuung von ausländischen Gastschülerinnen und Gastschülern (vgl. Anlage 15)
  • Einbindung neuer Medien in Arbeitsphasen und Formen der Lernorganisation, z. B. Erstellung und Durchführung von Präsentationen (vgl. Anlage 16)
  • Förderung sozialen Verhaltens und der Ich-Stärke: Lions Quest (vgl. Stundentafel und Materialordner und Konzept zu „Lions Quest“)
  • Schulsanitätsdienst zur Hilfe von Schülern im Notfall durch Schüler zur Berufsorientierung und Stärkung der Eigenverantwortung (vgl. Anlage 17)
  • Aktive Pause mit Ausleihe in Verantwortung von Schülern
  • Projekt „Physik in der Grundschule“ (vgl. Anlage 3)

c) Übergänge begleiten, Lernbiografien bruchlos gestalten

  • gegenseitige Hospitation aufnehmender bzw. abgebender Schulen
  • Teilnahme von Lehrern der abgebenden Schulen an Erprobungsstufenkonferenzen (vgl. Konzept zur individuellen Förderung in der Erprobungsstufe)
  • Organisation des Erstkontakts mit dem Gymnasium für Viertklässler (Tag der offenen Tür, Kennenlern-Nachmittage) (vgl. Konzept zur individuellen Förderung in der Erprobungsstufe)
  • Einführung in die neue Schule durch Klassenleitertage für die Klassen 5 und Oasentage (vgl. Anlage 18)
  • Patensystem für die Klassen der Erprobungsstufe
  • Beratungsnachmittage für Haupt- und Realschüler beim Übergang in die Sekundarstufe II des Gymnasiums (vgl. Anlage 19)
  • Konzept zur Berufswahl- und Studienvorbereitung wie z.B. Praktika, Tag der offenen Tür in Schule und Betrieb, außerschulische Partner als Experten im Unterricht, Schnuppertage an Universitäten/Fachhochschulen (vgl. Konzept zur Studien- und Berufswahl)

d) Wirksamkeit prüfen, Förderung über Strukturen sichern

  • Führen von Begleitheften für die Erprobungsstufe zur Erfassung der kognitiven und sozialen Entwicklung der SchülerInnen (vgl. Konzept zur individuellen Förderung in der Erprobungsstufe)
  • Elternarbeit: Eltern beteiligen sich an der Gestaltung des Schullebens (z. B. Schulhofgestaltung)
  • Schulbibliothek als Arbeitsort, ausgestattet mit mehreren PC-Arbeitsplätzen (Internetanschluss), Gruppenarbeitstischen und Präsenzbestand an Büchern für die SchülerInnen der Oberstufe
  • Methodenkonzept
  • fachspezifische Lern- und Förderempfehlungen
  • Lernplattform „Moodle“ zur Förderung des selbstständigen Lernens, des Austausches zwischen den Fachkollegen sowie zur Unterstützung der Kommunikation der Schulgemeinde (vgl. http://remigianum.borken.de)

3. Materialbeispiele zur individuellen Förderung in der Schule

Neben verschiedenen Materialordnern zu beispielsweise Lions Quest, Lernen lernen, LRS und Projektarbeit wird insbesondere ein Austausch von Materialien über die Lernplattform „Moodle“ praktiziert (Beispiele vgl. Anlage 20).

(Anmerkung Okt. 2012: Die Hinweise auf Anlagen beziehen sich auf die Fassung für die Qualitätsanalyse)

 

F. König / B. Rotgeri (Stand: Dez. 2010)

MINT-EC, Verein mathematisch-naturwissenschaftlicher Schulen in Deutschland

Partner des Gymnasium Remigianum

 

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