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Aktuell am Remigianum

Schüleraustausch Borken-Assen

SchüleraustauschKonzeption des Schüleraustausches zwischen dem Gymnasium Remigianum Borken und der Christelijke Scholengemeenschap Vincent van Gogh in Assen (Niederlande)

Ursprung

Der Austausch zwischen den o.g. Schulen wurde Mitte der 80er Jahre begonnen und seitdem alljährlich fortgeführt.

Dieser Austausch gehört damit sicher zu den am längsten kontinuierlich praktizierten Schulpartnerschaften im Bundesgebiet.

Zielsetzung und zeitlicher Rahmen

Neben dem interkulturellen Lernen gehörte immer auch ein Lernfortschritt und zusätzliche Motivation beim Erlernen der Fremdsprache zur Zielsetzung der Austauschbegegnungen. Das gilt für beide Seiten.

Die Borkener Schüler/innen der Einführungsphase erhalten bald nach Beginn des 2 Halbjahres Besuch aus Borken. Dabei soll überwiegend auf Deutsch miteinander kommuniziert werden. Der Gegenbesuch in Assen findet kurz vor oder nach den Osterferien statt. Da die Borkener Schüler/innen nun im Lernprozess schon fortgeschrittener sind, soll nun auf Niederländisch kommuniziert werden. Beide Begegnungen dauern in der Regel von Montag bis Freitag.

Bestimmte Prüfungsphasen in den Niederlanden führen dazu, dass die niederländischen Schüler/innen im Schnitt ein Jahr jünger sind als ihre deutschen Austauschpartner. Auf niederländischer Seite nimmt zumeist eine Klasse geschlossen am Austausch teil, wogegen in Borken aus mehreren Niederländischkursen der genannten Stufe besonders motivierte Schüler/innen ausgewählt werden.

Die insgesamt ca. 50 teilnehmenden Schüler/innen füllen Selbstauskunftsbögen aus, worauf z.B. mitgeteilt wird, ob der Austauschpartner gleichgeschlechtlich sein soll, ob Allergien gegen bestimmte Haustiere vorliegen oder wer unter den Teilnehmenden zum Freundeskreis gehört. Die beteiligten Kollegen, entweder auf Assener oder auf Borkener Seite, stellen dann die Austauschpaare zusammen. Die betreffenden Schüler/innen nehmen daraufhin Kontakt miteinander auf, in der Regel per Mail.

Da die Unterbringung grundsätzlich in Gastfamilien erfolgt, lernen die Schüler/innen u.a. familiäre Umgangsformen, Essgewohnheiten und das Wohnumfeld kennen. Sie lernen auch den Schulalltag im Gastland kennen und stellen z.T. deutliche Unterschiede in der zeitlichen Struktur, in festen Ritualen und im Medieneinsatz fest.

Ein wesentlicheres zentrales Ziel besteht in einer Intensivierung der Kontakte zwischen den teilnehmenden Schüler/innen.

Das Konzept der themengebundenen Projektarbeit

Mitte der 90er Jahre erfuhr der Austausch eine konzeptionelle Umgestaltung und eine zeitliche Ausdehnung auf fünf Tage.
Im Zentrum des seitdem praktizierten Konzepts steht eine themengebundene, produktorientierte Projektarbeit, die sich auf mehrere Blöcke innerhalb der Austauschwochen verteilt.

Die gesamte Austauschwoche steht also im Zeichen des gewählten Mottos, wie z.B. Toleranz, Spannung, Wasser, Raum, Karneval, Geld, Konsum, Dilemma, die vier Elemente, Grenzen, Zukunft, Gewalt, um nur einige der bisher umgesetzten Projektthemen zu nennen.

Es wird angestrebt, dass auch das Rahmenprogramm, insbesondere der Besuch einer kulturellen Veranstaltung am Mittwochabend, mit diesem Thema im Zusammenhang steht, was jedoch vom jeweiligen Programm der in Frage kommenden Bühnen abhängt.

Entscheidend ist die Umsetzung des Themas in unterschiedlichen Projektgruppen, die von den beteiligten Lehrpersonen angeboten werden. Diese Gruppen werden bald nach der Ankunft der Gäste vorgestellt, worauf die Schüler/innen mit einer ersten, zweiten und dritten Präferenz die Gruppen anwählen. Das beachten die Lehrpersonen bei der anschließenden Bildung der Projektgruppen, aber auch z.B. eine Mischung der Gruppen hinsichtlich Nationalität und Geschlecht.

Eine Zeitungsgruppe, die den Austausch dokumentiert, gibt es in jeder Austauschwoche, ebenso eine Theater- und Musikgruppe, was mit der persönlichen Neigung der beiden Borkener Lehrer R. Winkels und J. Weinholz zu tun hat. Daneben hängt das Angebot von den sonst noch beteiligten Kolleginnen und Kollegen ab, die auf Assener Seite häufiger wechselten. U.a. wurden bisher angeboten: Interviewgruppe, Modegruppe, Kunst-Objektgruppe, Collagegruppe, Knetfiguren-Animationsgruppe.

Im Rahmen einer Abschlussfeier, bei der auch an das leibliche Wohl gedacht ist, präsentieren die Gruppen ihre Ergebnisse am Donnerstagabend.

Die beteiligten Lehrer sind sich völlig einig in der uneingeschränkt positiven Bewertung dieses Austauschkonzepts. Das gemeinsame, produktorientierte Arbeiten an einem Projekt führt im Rahmen einer entspannten und doch kreativ-schöpferischen Atmosphäre nicht nur zum Abbau von Hemmungen, einer deutlichen Intensivierung des Kontakts und des interkulturellen Austauschs, sondern schafft auch Sprachanreize, was der fremdsprachlichen Zielsetzung des Austausches zugute kommt.

Evaluation und Ausblick

Die Assener Schüler/innen sind über die gesamte Woche zur Führung eines sog. „Logboek" verpflichtet, worin sie auch die Austauschwoche in ihren einzelnen Programmbestandteilen reflektieren und bewerten.

In Borken findet eine Nachbesprechung in der Regel in den ersten Kursstunden nach dem Austausch statt. Der Kontakt mit dem Austauschpartner ist hier ebenso Thema wie die Projektarbeit oder die besuchte kulturelle Veranstaltung am Mittwochabend.

Die Borkener Seite hat darauf zu achten, dass das Ziel des Fremdsprachenlernens auch in Zukunft angemessen zum Tragen kommt. Denn in Assen zeigte sich zuletzt eine Tendenz, die Begegnung im Rahmen einer internationalen Woche, an der noch eine Reihe anderer Austausche beteiligt sind, stattfinden zu lassen. Dass hier Englisch die Kommunikationssprache ist, könnte auf unseren Austausch (z.B. im Rahmen eines sog. „international evening") negativ abfärben.

Wenn insbesondere auf Assener Seite neue Kollegen oder Kolleginnen mitwirken, ist darauf zu achten, dass das Verständnis von Projektarbeit im Sinne eines selbsttätigen, eigenverantwortlichen Arbeitens an einer Sache vorab geklärt wird. Es scheint, dass in den Niederlanden der Begriff „Projekt" mitunter sehr weit gefasst wird.

Die Festlegung der Austauschwochen im Vorjahr erweist sich immer wieder als problematisch. Die Assener Seite drängt darauf bereits unmittelbar nach den Sommerferien, zu einer Zeit also, zu der in Borken mögliche Klausurtermine im 2. Halbjahr nicht einmal angedacht sind. Bisher ist es jedoch immer noch gelungen, die Austauschwochen einvernehmlich festzulegen und Terminkollisionen zu vermeiden.

Reiner Winkels
(für die Fachschaft Niederländisch)

Partner des Gymnasium Remigianum

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