Liebe Frau Nattefort, liebe Anwesende!

Ich begrüße Sie alle aus der Ferne, da ich heute leider nicht persönlich bei diesem besonderen Ereignis dabei sein darf. Corona hat uns allen mal wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht. Trotz allem möchte ich, stellvertretend für alle Eltern, mir es nicht nehmen lassen, ein paar Worte an Sie, liebe Frau Nattefort, zu richten.

Heute ist ein ganz besonderer Tag für Sie, der nachhaltig Weichen stellt, wie es im Leben nicht so häufig vorkommt. Sie waren viele Jahre im Schuldienst tätig und haben nun zwölf Jahre unser Remigianum mit sehr großem Einsatz, sehr umsichtig, sehr engagiert und sehr verantwortungsbewusst geleitet. Jetzt verlassen Sie diese Schule, um in den mehr als verdienten Ruhestand einzutreten. Für Sie wird es heute kein leichter Tag, aber für die Schule auch nicht.

Sie haben in den letzten zwölf Jahren vieles meistern müssen, die Umstellung von G9 auf G8, das Doppelabitur, das Ganze wieder retoure, Auseinandersetzungen mit dem Schulträger, um die Schule nicht nur digital auf einen modernen Stand zu bringen, ganz aktuell die Einführung der iPads für die 5-er und 9-er Klassen, um nur einiges zu nennen.

Und dann die Corona-Pandemie…

Es war so schmerzlich für alle, in den letzten zwei Jahren zu sehen, wie durch die Folgen von Covid-19 so vieles auf der Strecke geblieben ist. So wie auch an dem heutigen Tag, an dem die eigentliche Verabschiedungsfeier für Sie in der Stadthalle im Vennehof hätte stattfinden sollen mit so vielen Menschen, die sich so gerne von Ihnen persönlich verabschieden wollten. Darauf hatten sich alle, und vor allem auch Sie, so gefreut!

2020 und 2021 waren sehr schwierige Jahre. Und auch 2022 beginnt nun schwierig, aber wir alle durften erleben, dass das Remigianum unter Ihrer Leitung, diese Krisen bisher gut bewältigen konnte. Es zeigte sich ein sehr großes Engagement und eine sehr große Flexibilität Ihrer Kolleginnen und Kollegen in der Schule, aber auch der Schülerinnen und Schüler sowie der Eltern. Ich denke, dass wir alle in dieser Krise lernen durften, dass es wichtig ist, zusammen zu halten. Wir alle sind dazu angehalten, die menschlichen Beziehungen zu pflegen, die Zusammenhalt, Verlässlichkeit, Vertrauen und Wertschätzung nach sich ziehen.
In Ihrer Einladung zitieren Sie Wilhelm von Humboldt mit den Worten: „Im Grunde sind es immer die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben“. Da kann ich Ihnen nur zustimmen. Vor neun Jahren habe ich Sie kennen lernen und seit ungefähr fünf Jahren haben wir enger zusammen arbeiten dürfen. Das waren für mich sehr schöne und interessante Jahre, die ich nicht missen möchte. Wir führten viele gute Gespräche und auch Diskussionen, alle haben mich auf eine gewisse Art geprägt.

Ich danke Ihnen und darf wohl für alle Eltern sagen: Wir alle danken Ihnen

  • für Ihren unermüdlichen Einsatz
  • für Ihre Verantwortung, der Sie sich in all den letzten Jahren gestellt und die Sie auch übernommen haben
  • für klare Strukturen und Wege, die Sie dem Remigianum gegeben haben

Und noch für so vieles, vieles mehr…

Vor einem halben Jahr durfte ich etwa 200 Abiturientinnen und Abiturenten mit auf den Weg geben, dass diese nun in eine noch vielleicht etwas ungewisse, aber vor allem auch spannende Zukunft starten.
So sehe ich das bei Ihnen ebenso!!!

Frau Nattefort, Sie beginnen nun einen völlig neuen Lebensabschnitt. Daher bitte ich stellvertretend für alle Eltern darum, dass Sie rückblickend nicht nur mit einem weinenden, sondern auch mit einem lachenden Auge die Schule verlassen und wir hoffen, dass Sie einen wunderbaren Anfang in Ihrem neuen „Unruhestand“ erleben werden. Unruhestand deshalb, weil es so vieles zu erleben und zu sehen gibt. Allem voran die Zeit, die Sie nun mehr für sich selbst zur Verfügung haben. Wir wünschen Ihnen auf jeden Fall für die Zukunft alles erdenklich Liebe, Gute und Schöne. Dass Sie gesund bleiben und nun die Zeit mit Ihrer Familie verbringen können, die höchst wahrscheinlich oft gefehlt hat. Wir wünschen Ihnen den Raum und die Muße für die Dinge, denen Sie schon immer nachgehen wollten, wofür aber auch so oft keine Gelegenheiten sein konnten. Dass die Wehmut, die mit dem heutigen Tag entstanden ist, möglichst bald einer großen Neugier auf das Kommende weichen wird.

Wir bedanken uns abschließend herzlichst für Alles und sagen Auf Wiedersehen.

Passen Sie auf sich auf!

Nicole Thomas
stellvertretend für die Eltern des Remigianum

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